Der EHI Payment Kongress 2022: Branchentreffpunkt und Trend-Barometer

Nachdem der EHI Payment Kongress aufgrund der Corona-Pandemie in den letzten beiden Jahren nur digital stattfand, konnte sich die Branche dieses Jahr endlich wieder face-to-face treffen. Besonders spannend? Die aktuellen Payment-Trends. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Inhalt des Artikels

    Ein erfolgreiches Comeback

    Der EHI Payment Kongress 2022

    Endlich wieder face-to-face Austausch: Nachdem der EHI Payment Kongress pandemiebedingt in den letzten beiden Jahren nur digital stattfinden konnte, war es dieses Jahr besonders schön, unter den über 600 Teilnehmenden viele bekannte Gesichter wiederzusehen und sich live vor Ort in Bonn mit anderen EFT-Expert:innen austauschen zu können. Nicht zu vergessen: Die von PAYONE gespendete gemeinsame Schifffahrt auf dem Rhein ist uns als Abend-Event in sehr angenehmer Erinnerung geblieben.

    Neben einem eigenen treibauf Stand durften wir dieses Jahr zusammen mit unserem Kunden Richemont den gemeinsamen internationalen Business-Case präsentieren, der bei den Teilnehmenden auf reges Interesse stiess.

    Unser Vortrag

    Ein internationaler Business-Case mit Richemont

    Über die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit mit unserem Kunden Richemont haben wir hier im Magazin bereits berichtet. Im Rahmen des EHI Payment Kongress 2022 hat unsere CEO Dr. Dominique Bächler zusammen mit Sebastian Lüttke-Kappenberg, Integration Manager Finance bei Richemont über die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit in den Bereichen POS-Integration und Reconciliation berichtet. Gefolgt wurde dieser Vortrag von einer spannenden Q&A Session – und einer ganzen Reihe von Anfragen im weiteren Lauf des Kongresses.

    Alle, die unseren gemeinsamen Vortrag mit Richemont verpasst haben, können sich ihn hier anschauen – inklusive der anschliessenden Q&A Session:

    Welche Branchen-Trends fielen besonders ins Auge?

    Der EHI Payment Kongress ist immer auch ein spannender Trend-Barometer: Wohin bewegt sich die Branche? Welche Technologien sind auf dem Vormarsch? Und vor allem: Welche Präferenzen haben Konsument:innen beim Zahlen?

    Uns bei treibauf sind auf dem diesjährigen EHI Payment Kongress fünf Trends besonders aufgefallen, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten.

    Trend 1

    Bargeld ist weiter auf dem Rückzug

    Der Trend zum bargeldlosen Zahlen ist ungebrochen – und wurde durch die Corona-Pandemie noch weiter verstärkt. Einerseits liegt das natürlich am starken Zuwachs der Umsätze im Bereich E-Commerce im Laufe der letzten Jahre.

    Doch auch am POS zahlen die Konsument:innen zunehmend lieber bargeldlos – entweder klassisch mit Karte oder immer öfter auch per Mobile Payment in seinen unterschiedlichen Formen.

    Trend 2

    QR-Code-basierte Zahlungen sind weltweit die Nummer 1

    Betrachtet man lediglich den DACH-Raum, könnte man vermuten, dass die NFC-Technologie mit dem berührungslosen Zahlen die wichtigste Zahlungsart am POS sei. Global betrachtet sieht das allerdings ganz anders aus.

    Denn weltweit zahlen viel mehr Menschen, indem sie einen QR-Code an der Kasse scannen. Im Vergleich dazu fristet die NFC-Technologie im globalen Kontext ein Nischendasein. Das liegt vor allem daran, dass QR-Code-basierte Zahlungen im asiatischen Markt sehr beliebt – und dementsprechend weitverbreitet sind.

    Trend 3

    Zukunft der EPI? Ungewiss!

    Die European Payments Initiative (kurz EPI) hat sich zum Ziel gesetzt, einen europaweiten Standard zu entwickeln, um das bargeldlose Zahlen über Ländergrenzen hinweg zu vereinheitlichen – und eine europäische Alternative zu Anbietern wie Mastercard und Visa zu bieten.

    Was als vielversprechendes Projekt begann, sieht sich leider gerade einer sehr ungewissen Zukunft gegenüber: Wichtige Banken, die bis dato Teil der Initiative waren, haben sich aus dem Projekt zurückgezogen, so dass dessen Finanzierung gefährdet ist.

    Trend 4

    Roaming für mobile-basierte Zahlungsarten kommt.

    Mobile-basierte Zahlungsarten wie Twint, Bluecode oder Swish haben bislang nur innerhalb bestimmter Ländergrenzen funktioniert. Jetzt haben sich führende Mobile-Payment-Systeme aus 14 Ländern zur European Mobile Payment Systems Association (kurz EMPSA) zusammengeschlossen, um die Interoperabilität von Mobile Payments voranzubringen.

    Das erklärte Ziel ist, Konsument:innen die Nutzung von Mobile-Payment-Systemen durch ein Roaming-System über Landesgrenzen hinweg zu ermöglichen, sodass sie überall in einem gemeinsamen Händlernetzwerk zahlen können.

    Trend 5

    Die wachsende Bedeutung der User Experience

    Der Begriff User Experience beschreibt die Eindrücke und das Erlebnis von Konsument:innen bei der Interaktion mit einem Produkt oder einer Dienstleistung. Jede positiver und angenehmer die User Experience, desto wahrscheinlicher wird es, dass Konsument:innen die jeweilige Interaktion wiederholen.

    Das macht die User Experience auch zum entscheidenden Faktor für die Zukunft des Bezahlens. Je einfacher und angenehmer der Prozess für die Kund:innen gestaltet ist, desto häufiger wird dieser Prozess nachgefragt. Tech-Riesen wie Google, Apple, Amazon und Facebook haben das schon vor einer Weile erkannt, ihre eigenen Payment-Lösungen entsprechend optimiert – und sind damit jetzt weltweit auf dem Vormarsch.

    Zusammenfassung

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