Die Ergebnisse der Swiss EFT Insights 2021: Erste Einblicke in Strukturen und Kosten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in der Schweiz

11. April 2022

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Zusammen mit dem Beratungsunternehmen Arkwright hat treibauf Ende 2021 die erste Swiss EFT Insights durchgeführt – eine Studie, die mehr Transparenz in die Strukturen und Kosten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in der Schweiz bringen soll. Anfang 2022 haben wir die Ergebnisse im Rahmen eines Webinars präsentiert. Doch warum gibt es diese Studie überhaupt? Was wurde untersucht? Und was waren die wichtigsten Ergebnisse? Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen.

Inhalt des Artikels

Warum haben wir die Transparenzstudie durchgeführt?

Betrachtet man den Zahlungsmarkt, gibt es einen klaren Trend, der auch für die Schweiz gilt: Immer mehr Kunden zahlen bargeldlos. Damit werden auch die Gebühren für diese bargeldlosen Zahlungen für Unternehmen zu einem immer wichtigeren Kostenfaktor.

Nichtsdestotrotz sind für viele Unternehmen sowohl die genaue Zusammensetzung dieser Gebühren als auch ihre relative Höhe verglichen mit anderen Marktteilnehmern nach wie vor eine «Black Box» – genau wie eine Reihe anderer zentraler Themen.

Das wollen wir ändern. Deshalb haben wir unter dem Namen Swiss EFT Insights eine Studienserie entwickelt, die mehr Transparenz in den Markt der bargeldlosen Zahlungen in der Schweiz bringen soll. Ende 2021 haben wir dann die erste Studie durchgeführt. Daraus wurden auch Empfehlungen zum nachhaltigen und effizienten Management von Payment Services abgeleitet.

Was genau wurde untersucht?

Bei der Studie haben wir den teilnehmenden Unternehmen eine Reihe von Fragen zu vier grossen Themenbereichen gestellt:

  • Die Preis-Modelle und die Gebührenstrukturen für bargeldlose Zahlungen
  • Die präferierten Acquirer der Marktteilnehmer
  • Veränderung der Nutzung unterschiedlicher Zahlungsarten seit Beginn der COVID-19-Pandemie
  • Die grössten Herausforderungen im Bereich der bargeldlosen Zahlungen

Wie war die Zusammensetzung der Studienteilnehmer?

Der Fokus der ersten Studie Ende 2021 lag vor allem auf kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz: 40,5% der Teilnehmer verfügen über 1 – 10 Standorte, 23,8% über 11 – 50 Standorte und 17% über mehr als 51 Standorte. Insgesamt haben 84 Handelsunternehmen an dieser ersten Studie teilgenommen.

Zusammensetzung der Studienteilnehmer
Zusammensetzung der Studienteilnehmer

Was waren die wichtigsten Ergebnisse?

Die Resultate der Studie wurden am 18.01.2022 im Rahmen eines Webinars vorgestellt. Die Teilnehmer haben alle Ergebnisse auch als PDF erhalten.

Die aus unserer Sicht wichtigsten Erkenntnisse der ersten Studie haben wir im folgenden zusammengefasst.

Über 50% keine Präferenz bei der Wahl der Acquirer

Ein überraschendes Ergebnis war, dass 53% der Studienteilnehmer keine Präferenz für einen Acquirer hatten. Die wichtigsten Gründe für eine präferierte Zusammenarbeit wiederum waren wenig überraschend: Sie umfassen eine breite Kartenakzeptanz, den Service sowie ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Präferenz bei der Wahl der Acquirer
Präferenz bei der Wahl der Acquirer

Fast 80% der Teilnehmer «zufrieden» mit dem Acquirer

78,7% der Teilnehmer waren mit der Zusammenarbeit mit ihrem Acquirer eher zufrieden, zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Als wichtigster Grund wurden hier reibungslose Prozesse genannt. 21,3% der Teilnehmer waren unzufrieden mit der Zusammenarbeit. Als wichtigster Grund wurde hier Pricing und Konditionen genannt.

Fast 80% der Teilnehmer «zufrieden» mit dem Acquirer
Fast 80% der Teilnehmer «zufrieden» mit dem Acquirer

Drei große Herausforderungen im bargeldlosen Zahlungsverkehr

Als die drei größten Herausforderungen für Unternehmen im Bereich bargeldloser Zahlungen am POS wurden die gestiegenen Kosten der Zahlungen (41,4 %), die zunehmende Abhängigkeit der Handelsunternehmen von den Payment Service Providern (38,6%) sowie die komplexe System- und Dienstleisterlandschaft (53,7%) genannt.

Herausforderungen im bargeldlosen Zahlungsverkehr
Herausforderungen im bargeldlosen Zahlungsverkehr

Wird es 2022 eine Folgestudie geben?

Die Reaktionen auf die Swiss EFT Insights Studie haben unsere Erwartungen übertroffen: Es gab nicht nur grosses Interesse von Seiten der Webinar-Teilnehmer, wir bekamen auch jede Menge positives Feedback, was die Bedeutung und die Relevanz der Studie für den gesamten Markt angeht.

Es gibt also ein wachsendes Bewusstsein darüber, dass mehr und tiefere Einblicke wichtig sind, damit Handelsunternehmen diesen zentralen Teilbereich ihres Geschäfts besser verstehen.

Aus diesem Grund werden wir auch 2022 eine Folgestudie durchführen – diesmal mit noch mehr Teilnehmern – auch von grossen Unternehmen. Übrigens: Zahlreiche Schweizer Verbände haben uns bereits ihre Unterstützung für die Swiss EFT Insights 2022 zugesagt.

Wie kann ich an der nächsten Studie teilnehmen?

Wir freuen uns, wenn auch Ihr Unternehmen an der diesjährigen Swiss EFT Insights teilnimmt. Alle Daten werden selbstverständlich vollständig anonymisiert und es sind keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen möglich.

Interesse? Dann tragen Sie sich doch gleich in unserem Teilnahme-Formular ein. Wir informieren Sie dann sofort, sobald die neue Studie startet – voraussichtlich im Herbst 2022.

Zusammenfassung: Die Swiss EFT Insights Studie

  • Für viele Unternehmen sind sowohl die genaue Zusammensetzung der Gebühren für bargeldlose Zahlungen als auch ihre relative Höhe verglichen mit anderen Marktteilnehmern nicht wirklich transparent.
  • Um mehr Transparenz in den EFT-Markt zu bringen, hat treibauf zusammen mit Arkwright Ende 2021 eine Studie unter dem Namen Swiss EFT Insights durchgeführt, die unter anderem die Strukturen und Kosten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in der Schweiz untersucht hat.
  • Als grösste Herausforderungen für die Unternehmen wurden die gestiegenen Kosten, die zunehmende Abhängigkeit sowie die komplexe System- und Dienstleisterlandschaft genannt.
  • Da die Studie landesweit auf grosses Interesse gestossen ist, wird es Ende 2022 eine Folgestudie geben, für die Sie sich hier anmelden können.
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